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UNSER WISSEN FÜR IHRE FRAGEN

Viele Fragen – viele Antworten

Glossar

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ABEDL's

Das ABEDL-Struktur-Modell nach Prof. Monika Krohwinkel bildet die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Ressourcen des Menschen ab und dient dazu, patientenspezifische Daten zu erfassen und zuzuordnen.

Agitiertheit

krankhafte Unruhe, die zu heftigen und hastigen Bewegungen führt

Quelle: wikipedia

Agnosie

Unfähigkeit, Gegenstände zu identifizieren, bzw. wieder zu finden

Quelle: wikipedia

Akinese

Bewegungsunfähigkeit/Bewegungsstarre

Quelle: wikipedia

Aktivierung

In unserem Pflegedi wird das Prinzip der aktivierenden Pflege konsequent beachtet und umgesetzt. Durch eine an die Ressourcen und Pflegeprobleme des jeweiligen Betreuten angepasste Versorgung stellen wir sicher, dass dieser auf vorhandene Fähigkeiten möglichst lange zurückgreifen kann. Aktivierende Pflege ist also primär eine Hilfe zur Selbsthilfe. Wir möchten damit insbesondere einer Fehlentwicklung vorbeugen, die in der (Laien-)Pflege häufig zu finden ist. Aus fehlgeleiteter Hilfsbereitschaft werden dem Betroffenen Aufgaben abgenommen, die dieser mit etwas Unterstützung auch selbst bewältigen könnte. Damit wird der Verlust an Selbständigkeit, der sich durch den Alterungsprozess oder Krankheitsfortschritt ohnehin ergibt, noch zusätzlich beschleunigt. 

Alzheimer

Alzheimer ist eine Erkrankung des Gehirns, die vorrangig vom fortschreitenden Verlust des Gedächtnisses geprägt ist.

Im Verlauf der Erkrankung verlieren die Erkrankten aber nach und nach auch andere geistige Fähigkeiten wie z. B. ihr Orientierungsvermögen oder das Sprachverständnis. Ärzte sprechen von einer Demenz. Die Erkrankten werden hilfloser und sind zunehmend auf Betreuung angewiesen.

Alzheimer tritt vor allem im fortgeschrittenen Alter auf. Die meisten Betroffenen sind über 80 Jahre alt. In seltenen Fällen kommt die Krankheit aber auch schon bei 50-Jährigen vor. Die genaue Ursache ist trotz großer Forschungsanstrengungen noch immer nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass die Erkrankung zur Zerstörung von Nervengewebe im Gehirn führt und den Informationsaustausch zwischen den intakten Zellen behindert.

Quelle: Novartis

Analgetika

Schmerzmittel

Anamnese

Die Pflegeanamnese besteht in der Einschätzung des Allgemeinzustandes und der Sammlung von Informationen über pflegerelevante Ressourcen und Probleme. Sie steht am Anfang des Pflegeprozesses und ist Bedingung für die Planung der Pflege. Mit der Pflegeanamnese wird der Aufnahmezustand beschrieben und der eigentliche Pflegebedarf anhand der ABEDL’s ermittelt. In der Folgezeit wird sie nicht mehr aktualisiert. Hierin besteht der Unterschied zur Informationssammlung, die über diese Zeitspanne hinaus weiter ergänzt wird, so wie auch die anderen Elemente der Pflegeplanung (Ziele, Maßnahmen) in regelmäßigen Abständen überprüft (evaluiert) und gegebenenfalls verändert, beziehungsweise angepasst werden. 

Quelle: pflegewiki

Antidementiva

Antidementiva (auch Nootropika genannt) sind Arzneimittel, die bei einer diagnostizierten Demenz vom Alzheimer-Typ  zur Verbesserung und/oder Stabilisierung der geistigen Leistungsfähigkeit und der Alltagsbewältigung eingesetzt werden. Antidementiva wirken begrenzt und können das Fortschreiten der Erkrankung nur verzögern (um ca. 1 Jahr), nicht aber aufhalten oder heilen.

Quelle: pflegewiki

Aphasie

Der Begriff „Aphasie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Sprachlosigkeit“. Aphasien treten auf, wenn die Sprachzentren in der dominanten, meist linken Hirnhälfte geschädigt sind. Beeinträchtigt sind das Sprechen, häufig auch das Verstehen, aber auch das Lesen und Schreiben können betroffen sein.Manche Betroffene verwechseln Wörter, andere sprechen im Telegrammstil, wieder andere geben nur noch stereotype Äußerungen oder bedeutungslose Silbenketten von sich.

Aphasien sind Sprachstörungen – keine Sprechstörungen. Das bedeutet, nicht der Prozess der Wortbildung ist gestört, sondern die zugrunde liegenden Fähigkeiten, Sprache zu codieren und zu decodieren. Oft löst ein Schlaganfall die Aphasie aus. So leidet fast jeder dritte Patient nach einem Hirninfarkt an Sprachstörungen. Aber auch Tumore oder Hirnverletzungen können Aphasien zur Folge haben.

Quelle: wikipedia, netdoktor

Apoplex

Schlaganfall

Apraxie

beeinträchtigte Fähigkeit, motorische Aktivitäten auszuführen

Quelle: wikipedia

Assessment

systematische Erfassung und Bewertung des Gesundheitszustandes

Behandlungspflege (SGB V)

Die Behandlungspflege nach Sozialgesetzbuch Fünf (SGB V) umfasst ausschließlich medizinische Leistungen ( z. B. Injektionen, Verbände, Medikamente richten und verabreichen, Infusionstherapie, etc.), die von examinierten Pflegekräften bei einem pflegebedürftigen Menschen zu Hause durchgeführt werden.  Die Basis für die Erbringung dieser Leistungen ist eine ärztlichen Verordnung (Verordnung häuslicher Krankenpflege).

Quelle: pflege.de

Bradykinese

verlangsamte Bewegungen

Quelle: wikipedia

Dekubitus

Ein Dekubitus, auch Wundliegen, Dekubitalulkus oder Druckgeschwür genannt, ist eine chronische Wunde, die sehr unterschiedliche Größen erreicht und von den oberflächlichen Hautschichten über die tiefer liegenden Bindegewebsschichten bis hin zum Knochen reichen kann. Sie wird in vier Grade eingeteilt.

Demenz

Symptome der Demenz sind Vergesslichkeit, Orientierungslosigkeit und die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Im Verlauf der Krankheit verschlimmern sich diese Symptome und der Betroffene verliert Teile seiner Persönlichkeit. Es kommt oft zu aggressivem oder depressiven Verhalten und auch plötzliche Stimmungsschwankungen gehören dazu. Ein Aspekt von Demenz ist der, dass der Alltag schon in einem frühen bis mittleren Stadium der Krankheit nicht mehr alleine bewältigt werden kann. Demenzkranke können sich aufgrund ihrer Gedächtnisstörung an grundlegende Dinge und Verhaltensregeln nicht mehr erinnern, sie vernachlässigen die regelmäßige Körperpflege, sowie die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit und Nahrungsmitteln. Demenz umfasst Defizite in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten und führt zu Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen. Vor allem ist das Kurzzeitgedächtnis, ferner das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik, bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur betroffen.

Es werden zahlreiche Formen der Demenz unterschieden. Die Alzheimer-Demenz, die vermutlich über 60 % der Krankheitsfälle ausmacht ist dabei die häufigste Form. Sie tritt in der Regel erst jenseits des 60. Lebensjahres auf und zählt ebenso wie die meisten anderen Demenzformen zu den gerontopsychiatrischen Störungen ? seltenere Demenzformen können auch bei jüngeren Patienten auftreten, wie z. B. die frontotemporale Demenz. Die wesentlichen Demenzerkrankungen, die sich in Ursache, Verlauf und Erkrankungsalter unterscheiden, sind:

  • Alzheimer-Krankheit
  • vaskuläre Demenz, auch Multi-Infarkt-Demenz genannt
  • Lewy-Körperchen-Demenz
  • frontotemporale Demenz, auch Pick-Krankheit genannt
  • Demenz in Folge der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
  • Korsakow-Syndrom (durch Alkoholmissbrauch verursacht)
  • Demenz im Zusammenhang mit der Parkinson-Krankheit

Außerdem können Demenzen durch sogenannte raumfordernde Prozesse im Gehirn verursacht werden, z. B. durch Tumore oder Blutergüsse. Diese sind unter bestimmten Bedingungen umkehrbar, wenn die auslösende Ursache entfernt ist.

Da der Informationsbedarf zu diesem Thema besonders hoch ist, haben wir weitere Infos auf den folgenden Seiten für Sie zusammengestellt:
Definition und Erkennung
Unter dem Begriff „Demenz“ werden verschiedene Formen des Gedächtnisverlustes verstanden.

Kommunikation und Erinnerungsarbeit
Kenntnisse über einen Menschen können helfen, verlorenen geglaubte Fähigkeiten zu reaktivieren.

Den Alltag gestalten
Der Tagesablauf und die barrierefreie Gestaltung der Wohnräume müssen an den Demenzerkrankten angepasst werden.

Problemsituationen
Wichtig ist es Distanz zu wahren, Ruhe und Geduld sind erforderlich. Wir geben ein paar Tipps.

Literatur und Beschäftigungsmaterial
Eine kleine Liste themenbezogener Bücher – mit Bestell-Link.

Diuretika

Entwässerungsmittel – Diuretika sind wassertreibende Mittel, welche die Bildung und Ausscheidung von Harn fördern. Sie schwemmen Wasser und Mineralsalze aus, senken den Blutdruck und entlasten das Herz. Sie werden bei Wasseransammlungen im Körper, bei hohem Blutdruck und Herzschwäche angewendet.

Quelle: pharmawiki

Dyskinese

unwillkürliche abnorme Bewegungen

Quelle: wikipedia

Eingeschränkte Alltagskompetenz

Eine eingeschränkte Alltagskompetenz liegt vor, wenn der Betroffene auf Grund von demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, einer geistigen Behinderung oder von psychischen Erkrankungen in der Ausführung der Aktivitäten des täglichen Lebens auf Dauer beeinträchtigt ist und deshalb regelmäßig und dauerhaft beaufsichtigt und betreut werden muss. Voraussetzungen zur Gewährung dieser Leistungen ist die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen und die Einstufung in mindestens Pflegestufe 0.

Folgende Bereiche werden bei der Befunderhebung unauffällig erfasst und ausgewertet:

  • Orientierung
  • Gedächtnis
  • Antrieb/Beschäftigung
  • Stimmung
  • Wahrnehmung und Denken
  • Tag-/Nachtrhythmus
  • Kommunikation/Sprache
  • Situatives Anpassen

ergänzende Betreuungsleistungen § 45b SGB XI

Pflegebedürftige der Pflegestufen I bis III und Betroffene, mit Hilfebedarf in den Bereichen Grundpflege und Hauswirtschaft, die nicht das Ausmaß der Pflegestufe I erreichen (sogenannte Pflegestufe 0), haben Anspruch auf Kostenersatz bei Inanspruchnahme zusätzlicher Betreuungsleistungen in Höhe von 104 Euro monatlich (Grundbetrag) oder 208 Euro monatlich (erhöhter Betrag) je nach Umfang des Hilfebedarfs auf Grund der Schädigungen und Fähigkeitsstörungen (§ 45a SGB XI).

Evaluation

Evaluation (lat. „bewerten“) ist die Beschreibung, Analyse und Bewertung von Prozessen und Organisationseinheiten. Im Bezug auf die Pflege ist sie die Erfolgskontrolle pflegerischen Handelns nach einem vorher definierten Zeitraum, z. B. nach 1 Woche oder 1 Monat.

In der Evaluation wird die Pflegewirkung analysiert und festgestellt ob, oder bis zu welchem Grad die Pflegeziele erreicht wurden. Unabhängig davon, ob die gesetzten Ziele erreicht wurden, müssen im Pflegeprozess entsprechende Konsequanzen erfolgen und schriftlich festgelegt werden (z. B. Istzustand, Wirkung/Nebenwirkung der Pflegemaßnahmen, Ressourcen, Pflegeprobleme, Bedürfnisse, etc.)

Exsikkose

Der menschliche Körper besteht zu 50 bis 60 Prozent aus Wasser. Durch Miktion (Wasserlassen), Defäkation (Stuhlentleerung), Emesis (Erbrechen), Transpiration (Schweiß) und Respiration (Atmung) verliert ein Mensch jeden Tag eine beträchtliche Wassermenge, die durch Flüssigkeitsaufnahme kompensiert werden muss. Als minimale Flüssigkeitszufuhr gelten 2 Liter Wasser, von denen durchschnittlich 1,3 Liter über Getränke und 0,7 Liter über die Nahrung zugeführt werden.

Eine andere Faustregel besagt: Ein Mensch benötigt täglich 30 ml Flüssigkeitszufuhr pro kg Körpergewicht. Berechnungsbasis ist das Körpersollgewicht.

Wird die dem Körper entzogene Flüssigkeit nicht ersetzt, kommt es zu einem Defizit im Wasser- und Elektrolythaushalt („Dehydratation“ oder „Exsikkose„). Vor allem Senioren sind gefährdet, da deren Durstgefühl vermindert ist. Bei einer Dehydratation werden drei Schweregrade unterschieden:

  • Bei einer leichten Dehydratation tritt eine mäßige Austrocknung der Schleimhäute auf. Der Achselschweiß ist vermindert. Die Urinmenge lässt nach. Der Urin ist konzentrierter.
  • Bei einer mäßigen Dehydratation trocknen die Schleimhäute vollständig aus. Der Spannungszustand der Haut ist reduziert. Die Harnausscheidung kommt nahezu zum Erliegen. Die Herzfrequenz steigt deutlich. Der Blutdruck sinkt. Der Bewohner klagt über Schwäche und Schwindel. Die Sturzneigung steigt. Der Bewohner ist unkonzentriert.
  • Bei einer schweren Dehydratation scheidet der Bewohner keinen Urin mehr aus. Der Puls ist schnell und fadenförmig. Der Blutdruck ist zu niedrig. Der Bewohner ist verwirrt.

Eine fundierte Dehydratationsprophylaxe umfasst daher zwei Komponenten: zum einen die Beobachtung des Trinkverhaltens und zum anderen die Hilfestellung beim Trinken.

Quelle: pqsg

Freiheitsentziehende Maßnahmen

Freiheitsentziehung ist eine besondere Form der Gewaltanwendung. Gemäß Strafgesetzbuch ist die ungerechtfertigte Beschränkung der Bewegungsfreiheit ein Vergehen, das mit bis zu fünf Jahren Haft sanktioniert werden kann.

Freiheitsentziehung ist eine besondere Form der Gewaltanwendung. Gemäß Strafgesetzbuch ist die ungerechtfertigte Beschränkung der Bewegungsfreiheit ein Vergehen, das mit bis zu fünf Jahren Haft sanktioniert werden kann.

Im pflegerischen und im medizinischen Bereich ist es jedoch aufgrund verschiedener Krankheitsbilder oft unvermeidlich, Menschen zum Selbst- und zum Fremdschutz zu fixieren und ihnen somit die Bewegungsfreiheit zu nehmen. Der Gesetzgeber hat dieses erkannt und erlaubt freiheitsentziehende Maßnahmen, wenn verschiedene Voraussetzungen erfüllt sind. Wichtig für die rechtliche Bewertung ist die Frage, ob der Betroffene überhaupt in der Lage ist, sein Recht auf Bewegungsfreiheit auszuüben. Ein gelähmter alter Mensch hat dafür nicht die körperlichen Voraussetzungen. Ein Komapatient wiederum ist auf absehbare Zeit nicht fähig, den Willen zur Fortbewegung zu entwickeln. Bei beiden Betroffenen ist es also z. B. zulässig, die Seitengitter hochzufahren, um ein Herausfallen aus dem Bett zu verhindern. Anders ist das bei Senioren, die eigentlich in der Lage wären, ihren Aufenthaltsort zu verändern, das aber aktuell gar nicht wollen. Dieses ist etwa bei schlafenden oder bei lethargischen Menschen der Fall. Solche Betroffene haben das Recht und die Möglichkeiten, ihre Entscheidung jederzeit zu ändern. Eine verschlossene Tür würde sie daran aber hindern.

gesetzliche Betreuung

Das seit dem 1. Januar 1992 geltende Betreuungsgesetz löst das bis dahin geltende Entmündigungsgesetz und das Gesetz zur Gebrechlichkeitspflegschaft ab. Sinn und Zweck des jetzigen Betreuungsgesetzes soll es sein, den zu Betreuenden nicht zu entmündigen. Er soll nur dort, wo Defizite bestehen, unterstützt werden und zwar in seinem Sinne. Das Betreuungsgericht richtet auch nur bei Menschen mit psychischen und seelischen Erkrankungen sowie mit geistigen und körperlichen Behinderungen eine Betreuung ein. Also bei Menschen, die aufgrund einer schwerwiegenden Krankheit nicht in der Lage sind, wichtige und weitreichende Entscheidungen zu treffen. Kann der Betreute trotzdem ein selbstbestimmtes Leben führen? Um der Idee des selbstbestimmten Lebens Rechnung zu tragen, hat der Gesetzgeber folgende Aufgabenbereiche festgelegt, zu denen ein Betreuer hinzugezogen werden kann: Gesundheitssorge, Aufenthaltsbestimmung, Vertretung gegenüber den Behörden, Wohnungsangelegenheiten, Vermögenssorge, Vertretung in gerichtlichen Verfahren, Entscheidung über den Fernmeldeverkehr und über die Entgegennahme,   sowie das Öffnen und Anhalten der Post des zu Betreuenden und einige andere spezielle Aufgabenkreise, die bei akutem Handlungsbedarf vom Betreuungsgericht zugewiesen werden. Häufig wird beispielsweise eine Betreuung nur für ein oder für zwei Aufgabenkreise eingerichtet. Wichtige Grundrechte, wie etwa zu heiraten oder wählen zu gehen, bleiben erhalten.

Grundpflege

Grundpflege bedeutet die Gesamtheit aller körperbezogenen Tätigkeiten wie Körperpflege, Ernährung, Mobilität und prophylaktische Maßnahmen

Hospiz

Hospiz (lat. hospitium = Herberge, metaphorisch Ruheplatz) ist ein Konzept für die Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen. Hier ziehen Menschen ein, die meistens in der Gewissheit leben, dass dies ihr letztes Zuhause sein wird. Zu diesem Abschnitt des Lebens gehört unweigerlich der Sterbeprozess. In dieser Situation werden der Betroffene und seine Angehörigen unterstützt; sie erfahren menschliche Nähe und Zuwendung in diesem schmerzlichen Prozess und werden nicht alleine gelassen. Im Hospiz erhalten Sterbende und ihre Angehörigen Begleitung, Beratung und medizinisch-pflegerische Versorgung. Dabei spielt die Kontrolle der verschiedenen Symptome eine große Rolle, u. a. die Schmerztherapie. Bei allen pflegerischen und medizinischen Handlungen steht aber der (geäußerte oder mutmaßliche) Wille des Betroffenen an erster Stelle. Mit dem Tod des Betroffenen enden nicht die Aufgaben des Hospizes. Sie begleiten die Angehörigen nach dem Ableben und geben ihnen Trost und Halt.   Träger dieser Häuser sind zumeist gemeinnützige Vereine, aber auch Kirchen, gemeinnützige Organisationen und Stiftungen. Die medizinische Versorgung wird unterschiedlich gewährleistet. Einige stationäre Hospize stehen unter ärztlicher Leitung, andere arbeiten mit niedergelassenen Ärzten vor Ort zusammen, wobei der Betroffene sein Recht auf freie Arztwahl geltend machen kann.  

Quelle: pqsg 

Hypnotika

Schlafmittel

Hypokinese

willkürliche und unwillkürliche Bewegungsabläufe sind gestört

Quelle: wikipedia

Hypothyreose

Unterfunktion der Schilddrüse

Inkontinenz

Harninkontinenz oder Blasenschwäche ist keine schicksalhafte Folge des Alterns. Durch geeignete Vorbeugemaßnahmen kann man erreichen, dass die Kontrolle über die Blasenfunktion behalten wird. Falls bereits eine Harninkontinenz vorliegt, kann man die einiges dazu beitragen diese zu lindern oder zumindest die Auswirkungen zu begrenzen. Dank moderner Hilfsmittel ist es heute möglich, trotz Harninkontinenz ein selbstbestimmtes Leben zu führen. 

Inkontinenzprodukte

Sie können heute unter einer Vielzahl verschiedener Produkte wählen, die den austretenden Harn sicher aufnehmen. Je nach Körperform und Schwere der Inkontinenz unterscheiden sich diese Hilfsmittel in der Größe, in der Handhabbarkeit, in der Saugfähigkeit und im Tragekomfort. So gibt es Einlagen mit Fixierhosen oder alternativ Slips mit wiederverschließbaren Klebebändern. Männer können bei kleineren Harnverlusten ein Penisfutteral nutzen (sog. „Tropfenfänger“). Bei stärkerer Inkontinenz bieten sich Kondomurinale an, also ein Gummiüberzug für den Penis, der den Harn über einen Schlauch in einen unauffälligen Auffangbehälter leitet. Nur in Ausnahmefällen ist ein transurethraler Verweilkatheter oder ein suprapubischer Blasenkatheter erforderlich. Bei diesen Systemen wird ein Schlauch durch die Harnröhre bzw. durch die Bauchdecke zur Blase geführt, um den Harn direkt abzuleiten.

Quelle: pqsg

Ischämie

Minderdurchblutung

kognitiv

Der Begriff kognitiv stammt aus der Psychologie und bezeichnet Funktionen des Menschen, die mit Wahrnehmung, Erinnern, Lernen und Denken, also der menschlichen Erkenntnis- und Informationsverarbeitung in Zusammenhang stehen. Neben den kognitiven Funktionen sind die emotionalen Gesichtspunkte und der Bereich der Motive für die menschliche Erkenntnisverarbeitung von Bedeutung.

Kombinationsleistung

Unter Kombinationsleistung versteht man, wenn die Pflege eines Patienten zum Teil von einem zugelassenen ambulanten Pflegedienst und zum Teil von einem Angehörigen erbracht wird. Die Kombinationsleistung kombiniert somit Pflegesachleistung mit Pflegegeld. Diese Kombinationsleistung wird unter Umständen auch vom Sozialamt als Hilfe zur Pflege übernommen. Wird die Pflegesachleistung nicht in voller Höhe in Anspruch genommen, kann gleichzeitig ein entsprechend gemindertes Pflegegeld beansprucht werden. Das Pflegegeld wird um den Prozentsatz gemindert, den der Pflegebedürftige in Form von Sachleistungen erhalten hat.

erläuterndes Beispiel:

Die Pflegestufe II+ (mit eingeschränkter Alltagskompetenz) beinhaltet Anspruch auf Pflegesachleistungen in Höhe von monatlich 1.298,– €. Davon hat der Pflegebedürftige 70 % in Anspruch genommen = 908,60,- €. Es besteht daher noch Anspruch auf 30 % des Pflegegeldes der Pflegestufe II +(Pflegegeld der Pflegestufe II: 545,– € x 30 % = 109,– €). Der Pflegebedürftige erhält somit 109,– € monatliches Pflegegeld, über das er frei verfügen kann.

Quelle: pflege-abc

Kontinenztraining

Was kann man tun, um eine Harninkontinenz zu verhindern?

  • Kontinenztraining: Eine Harninkontinenz wird häufig ausgelöst durch eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur. Die Muskelgruppe ist dann nicht mehr in der Lage, durch Anspannung die Harnentleerung zu unterdrücken. Eine gezielte Gymnastik hilft, diese Muskelgruppen zu stärken. Das Training basiert auf einem wiederholten An- und Entspannen der Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur. Die Übungen werden im Liegen, Sitzen oder im Stehen durchgeführt.
  • Toilettentraining: Durch regelmäßige Toilettengänge in vorgegebenen Zeitabständen ist es möglich, die Blase an diese Intervalle zu gewöhnen. In den dazwischenliegenden Zeiträumen kommt es dann nicht zu ungewollten Harnabgängen. Bei Erfolg kann der Zeitraum Schritt für Schritt verlängert werden.
  • ärztliche Maßnahmen: Prüfen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt, ob Sie unter Krankheiten leiden, die eine Inkontinenz fördern. So treten Diabetes mellitus und Inkontinenz häufig gemeinsam auf. Es ist wichtig, diese Erkrankungen konsequent zu behandeln. Oft reduziert sich dann auch die Inkontinenz.Es gibt zahlreiche Medikamente, die je nach Inkontinenzform den unfreiwilligen Harnverlust reduzieren. So kann die Aktivität des Blasenmuskels reduziert oder verstärkt werden. Gleichzeitig jedoch gibt es auch Medikamente, die ungewollt eine Inkontinenz fördern. Es ist daher immer darauf zu achten, dass die Arzneimittel, die Sie aufgrund anderer Erkrankungen einnehmen, keine solchen Neben- oder Wechselwirkungen haben. Weisen Sie Ihren Hausarzt auf die Inkontinenz hin. Außerdem sollten Sie keine rezeptfreien Medikamente ohne vorherige Rücksprache einnehmen.
  • Anpassung der Umgebung: Durch ein angepasstes Wohnumfeld können Sie dafür sorgen, dass Sie die Toilette schnell und sicher erreichen. Der Weg vom Bett zur Toilette sollte möglichst kurz sein und von Stolperfallen frei geräumt werden. In der Nacht sollte immer ein kleines Licht brennen, damit Sie den Weg finden. Eine Toilettensitzerhöhung wird Ihnen das Setzen und Aufstehen erleichtern. Überdies sollten Sie bei der Wahl der Kleidung darauf achten, dass Sie diese schnell öffnen können, wenn Sie Harndrang verspüren.Quelle: pqsg

Kontrakturen

Funktions- und Bewegungseinschränkung von Gelenken

Laxanzien

Abführmittel

Legalität

Seit dem 01. Mai 2011 gilt in Europa die „Arbeitnehmerfreizügigkeit“. Das bedeutet, dass europäische Arbeitnehmer in Deutschland beschäftigt werden dürfen, ohne dass dafür die Zustimmung einer Behörde notwendig ist. Trotzdem ist die pflegerische Tätigkeit zahlreicher Hilfskräfte aus dem osteuropäischen Raum weiterhin illegal. Da die meisten Pflegerinnen im Haushalt der von ihnen betreuten Personen leben, gelten sie vor dem deutschen Gesetz als Scheinselbstständig – und das ist hierzulande verboten. Auch die Anstellung auf 400-Basis bei gleichzeitiger Zahlung eines großen Teils des Gehalts unter der Hand ist nicht erlaubt.

Quelle: wohnen-im-alter

Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK)

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) ist der medizinische, zahnmedizinische und pflegerische Beratungs- und Begutachtungsdienst für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung in Deutschland. Die Aufgaben des MDK für die Pflegeversicherung sind in § 18 sowie den §§ 114ff des Elften Sozialgesetzbuch (SGB) Elftes Buch (XI) Sozialgesetzbuches geregelt.

Pflegebegutachtungen:

Im Auftrag der Pflegekassen stellt der MDK fest, ob jemand pflegebedürftig ist. Insbesondere prüfen die Gutachter des MDK das Vorliegen der Voraussetzungen für Pflegebedürftigkeit und geben eine Empfehlung zur Einstufung in eine Pflegestufe ab. Ferner wird das Vorliegen einer erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz für die Bewilligung von zusätzlichen Betreuungsleistungen geprüft und Maßnahmen zur Prävention und Rehabilitation sowie für Wohnumfeldverbesserungen vorgeschlagen.

Mindestlohn

Zum 1. Januar 2016 wurde der Pflege-Mindestlohn als absolute Lohnuntergrenze für alle Pflege- und Betreuungskräfte in den alten Bundesländern (einschließlich Berlin) auf 9,75 Euro und in den neuen Bundesländern auf 9,00 Euro je Stunde erhöht.

Quelle: bmg

Für pricura ist es eine Selbstverständlichkeit, ihre Mitarbeiter leistungsgerecht und gesetzeskonform zu vergüten.

Monika Krohwinkel

Das Modell der fördernden Prozesspflege oder System der fördernden Prozeßpflege ist ein von der deutschen Pflegewissenschaftlerin Professor Dr. rer. cur. Monika Krohwinkel entwickeltes konzeptionelles Pflegemodell. Es basiert auf der 1993 vorgestellten und weiterentwickelten Pflegetheorie nach Krohwinkel. Das Modell orientierte sich zunächst an den Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens (AEDL), seit 1999 wurde die Beziehung als zusätzlicher Faktor von Krohwinkel vorgestellt, die entsprechende Abkürzung lautet ABEDL.

Das im deutschsprachigen Raum verbreitete Pflegemodell wird in der professionellen Gesundheits- und Krankenpflege  sowie in der Altenpflege  eingesetzt, dabei werden verschiedene Bezeichnungen für das Pflegemodell verwendet, darunter „Pflege nach Krohwinkel“, „AEDL-Strukturmodell“ oder „Pflege nach AEDLs“. Das Modell wird zu den ganzheitlichen Bedürfnismodellen mit mittlerer Reichweite gezählt und ist das bislang einzige Modell, das aus der deutschen Pflegewissenschaft heraus entstanden ist.

Quelle: wikipedia

Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose (auch „MS“) ist eine chronisch-entzündliche Entmarkungserkrankung des Nervensystems.

In Deutschland leiden zwischen 120.000 bis 140.000 Menschen unter Multipler Sklerose, davon ca. zwei Drittel Frauen und ein Drittel Männer. Zumeist treten die ersten Symptome zwischen dem 20. bis 40. Lebensjahr auf. Die Ursache der Multiplen Sklerose ist unklar. Genetische Faktoren spielen ebenso eine Rolle wie Umwelteinflüsse. Die Erkrankung verläuft zumeist in Schüben, die bis zu acht Wochen dauern und verschiedene neuronale Ausfälle auslösen. In den folgenden Monaten bilden sich diese Beeinträchtigungen weitgehend aber nicht vollständig wieder zurück. Letztlich treten also mit jedem Schub mehr und mehr bleibende Schäden auf.

Quelle: wikipedia

Obstipation

Verstopfung

Palliativ Care

Bei Palliative Care handelt es sich um ein Konzept zur Beratung, Begleitung und Versorgung schwerkranker Menschen in ihrer letzten Lebensphase.

Das Konzept berücksichtigt die aktuelle körperliche, seelische, soziale und spirituelle Situation und die daraus folgenden Bedürfnisse. Verschiedene, nicht nur im Gesundheitswesen tätige Berufsgruppen setzen Palliative Care in enger Vernetzung und in Hinblick auf Wunsch und Willen des Patienten um.

Neben ärztlichem und Pflegepersonal beteiligen sich auch Psychologen, Physiotherapeuten, Seelsorger, Sozialarbeiter sowie ehrenamtliche Helfer. Angehörige werden als nahestehende Begleiter des Schwerkranken miteinbezogen und erfahren ebenso wie der Patient Unterstützung und Zuwendung. Eine Grundhaltung der Palliative Care ist die Akzeptanz der Endlichkeit des Lebens. Daher wird das künstliche Verzögern des Sterbens abgelehnt.

Quelle: wikipedia

Paraplegie

ist eine totale Lähmung der unteren Extremitäten oder der oberen Extremitäten. Sie ist das Resultat einer Schädigung des Rückenmarks auf Höhe der Brust – oder Lendenwirbelsäule mit Lähmungen der Bein- oder Armmuskulatur und Verlust des Empfindungsvermögens.

Quelle: pflegewiki

Parkinson

Das Parkinson-Syndrom ist eine durch Dopaminmangel bedingte Stammganglienerkrankung, die vor allem durch Bewegungsstörungen gekennzeichnet ist.

Quelle: pqsg

Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Vorausverfügung einer Person für den Fall, dass sie ihren Willen nicht mehr (wirksam) erklären kann. Sie bezieht sich auf medizinische Maßnahmen wie ärztliche Heileingriffe und steht meist im Zusammenhang mit der Verweigerung lebensverlängernder Maßnahmen. Was genau unter einer Patientenverfügung zu verstehen ist, richtet sich nach der jeweiligen (nationalen) Rechtsordnung.

Nach der geltenden Rechtslage muss die Patientenverfügung in Schriftform verfasst sein. Mündlich erklärte Patientenverfügungen sind nicht automatisch ungültig. Nach § 1901b Abs. 2 BGB „soll nahen Angehörigen und sonstigen Vertrauenspersonen des Betreuten Gelegenheit zur Äußerung gegeben werden, sofern dies ohne erhebliche Verzögerung möglich ist.“ Kann der Verfasser der Patientenverfügung keine nachvollziehbare Unterschrift mehr leisten, muss ein Notar das Handzeichen beglaubigen (§ 126 BGB). Wer gar nicht schreiben kann, ist auf eine notarielle Beurkundung angewiesen (§ 129 BGB, § 25 Beurkundungsgesetz).

Quelle: wikipedia

Wir empfehlen folgende alles umfassende Vorsorgemappe:

IGSL – Vorsorgemappe

Wichtige Dokumente zum Ausfüllen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Behandlungsvereinbarungen, Vollmacht für Rechtsgeschäfte aller Art, Gedanken zum Sterben, Hinweise und Empfehlungen zur Selbstbestimmung am Lebensende, Notfallkarte. Sehr empfehlenswert!

Pflegebedürftigkeit

Als pflegebedürftig gelten Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung in erheblichem oder erhöhtem Maße der Hilfe bedürfen.

Pflegebedürftigkeitsbegriff

Damit erhalten erstmals alle Pflegedürftigen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung, unabhängig davon, ob sie von körperlichen oder psychischen Einschränkungen betroffen sind.

Pflegegeld

Pflegegeld bekommen Pflegebedürftige, die privat von Angehörigen oder Freunden – also nicht von einem professionellen Pflegedienst – gepflegt werden. Die Höhe richtet sich nach ihrer Pflegestufe und danach, ob eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz (z. B. Demenz) vorliegt.

Quelle: DAK

Pflegehilfsmittel

Pflegehilfsmittel sind Geräte und Sachmittel, die zur Erleichterung der häuslichen Pflege notwendig sind, die Beschwerden des Pflegebedürftigen lindern und dazu beitragen, dem Pflegebedürftigen eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen.

Die Pflegekasse unterscheidet zwischen technischen Pflegehilfsmitteln, wie beispielsweise einem Pflegebett, Lagerungshilfen oder einem Notrufsystem und zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, wie zum Beispiel Einmalhandschuhe oder Betteinlagen. Auch Versicherte in der sogenannten „Pflegestufe 0“ mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz können Pflegehilfsmittel erhalten. Die Kosten für Pflegehilfsmittel werden von der Pflegeversicherung übernommen, wenn die Produkte im Pflegehilfsmittel-Verzeichnis der Pflegekassen gelistet sind.

Quelle: bmg

Pflegeprozess

Die systematische, an den ganzheitlichen Bedürfnissen des Menschen orientierte und laufend angepasste Pflege wird als Pflegeprozess bezeichnet. Dabei entwickelt sich zwischen dem Pflegebedürftigen und dem Pflegenden eine Beziehung, die auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet ist. Dieses Ziel ist die an der Person des Pflegebedürftigen orientierte Problemlösung bzw. die Kompensation der nicht lösbaren Probleme. Der Pflegeprozess mit seinen einzelnen Teilschritten der Informationssammlung, der Festlegung der Pflegeprobleme und Ressourcen, der Festlegung der Pflegeziele, der Umsetzung der Maßnahmen und der Überprüfung des Gesamten auf Wirksamkeit bildet die theoretische Grundlage für eine gelenkte, systematische und professionelle Pflege.

Prozesshaftes Denken in der Pflege ist deshalb wichtig, weil Pflege normalerweise über einen mehr oder weniger langen Zeitraum nötig ist. Nur mit diesem Denken in Entwicklungsprozessen lässt sich der Erfolg oder Misserfolg von Pflegemaßnahmen beurteilen und entsprechend auf Veränderungen reagieren. Sporadische Interventionen sind zwar manchmal notwendig, stellen aber oft für den gesamten Prozess eher unbedeutende Ereignisse dar. Wichtiger ist die langfristige Planung und Verfolgung von bestimmten Zielen; auch im Sinnne von Prävention, Rehabilitation und Sekundärprävention. Dabei ist der Pflegeprozess auch immer das Ergebnis eines Aushandlungsprozesses zwischen professionell Pflegenden, Pflegebedürftigen und anderen Beteiligten. Diesen Pflegeprozess zu planen und zu leiten stellt eine Vorbehaltsaufgabe von Pflegefachkräften dar. Dokumentation und schriftliche Planung sind deshalb notwendig, weil eine mehr oder weniger große Anzahl von Pflegekräften an dem selben Prozess mitarbeiten und sich über die Richtung verständigen muss. Ebenso dient die Dokumentation mittlerweile dem MDK als Nachweis erbrachter Leistungen.

Quelle: pqsga

Pflegestufe

Eine Pflegestufe beschreibt den individuell anerkannten Pflege- und Hilfebedarf eines Menschen, den die Pflegeversicherung mit bestimmten Leistungen erfüllt.

Menschen die ihren Lebensalltag nicht mehr selbständig bestreiten können, sind auf die Hilfe von Angehörigen oder auf professionelles Personal angewiesen. Doch nicht jeder Mensch benötigt Pflege in gleichem Umfang. Das Spektrum kann von einem wöchentlichen Einkauf bis zur Rund-um-die-Uhr-Betreuung reichen. Vor diesem Hintergrund werden alle pflegebedürftigen Menschen in Deutschland in ein System aus drei Pflegestufen eingegliedert, das sich auf die Schwere der Beeinträchtigung und den täglichen Pflegeaufwand (Pflegebedürftigkeit) bezieht.

Pflegetagebuch

Ein Pflegetagebuch ist ein Dokument, welches der Aufzeichnung des pflegerischen Zeitaufwands von privaten Betreuungs- und Pflegepersonen für einen Pflegebedürftigen dient.

Pflegevisite

Die Pflegevisite ist die Erhebung aktueller Informationen über die Pflege eines Patienten und Planungs- und Bewertungsinstrument im Rahmen unseres Qualitätsmanagements.

Pneumonie

Lungenentzündung

Prävention

Maßnahmen, die eine Erkrankung verhindern sollen

Qualitätsbeauftragter

Die Aufgaben des Qualitätsbeauftragten sind die Einführung, Umsetzung und Weiterentwicklung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements.

Ressourcen

Fähigkeiten, materiell oder immateriell

Rigor

Muskelstarre/Muskelsteifheit

Sachleistung (SGB XI)

Pflegebedürftige, die zu Hause von ambulanten, zugelassenen Pflegediensten versorgt werden, können Sachleistungen für die häusliche Pflegehilfe, also Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung, erhalten.

Die Pflegekassen stellen dafür monatlich folgende Höchstbeträge zur Verfügung:

  • Pflegestufe 1: 468 Euro
  • Pflegestufe 2: 1.144 Euro
  • Pflegestufe 3: 1.612 Euro
  • in besonderen Härtefällen bis zu 1.995 Euro

Schlafstörungen

Viele Demenzerkrankte leiden unter Schlafstörungen. Menschen mit fortgeschrittener Demenz werden bei zunehmender Dämmerung unruhig, legen sich oft früh zu Bett, ohne sofort einzuschlafen, schlafen flach und werden daher in der Nacht mehrfach wach. Viele irren nachts verwirrt, häufig erregt und unruhig umher und sind bereits frühmorgens vor der üblichen Aufstehzeit wach. Die Behandlung dieser Menschen erfolgt meist mit sedierenden und schlafanstoßenden Psychopharmaka. Es ist allerdings weder für die Betreuer der Kranken noch für die Ärzte einfach, allein mit medikamentösen Maßnahmen den ruhigen Nachtschlaf wieder herzustellen.

Hierfür ist mitverantwortlich, dass auch bei gesunden älteren Menschen der Schlaf schlechter ist als in der Jugend. Die Beeinträchtigung des Schlafes im Alter hat mehrere Ursachen. Mit zunehmendem Alter verschiebt sich die Einschlafzeit vom späten Abend in frühere Abendstunden. Dafür wachen die Betroffenen am nächsten Morgen deutlich früher auf. Der Tiefschlaf vermindert sich zugunsten von Leichtschlaf. Aufwachvorgänge durchbrechen die Schlafschwelle. Der Schlaf wird flach, unruhig und unerholsam. Schlafepisoden am Tage vermindern den Schlafdruck am Abend und in der Nacht. Dadurch kann die Schlafdauer und Schlafqualität des Nachtschlafes leiden. Die innere Uhr des Menschen gibt zunehmend schwächere Signale ab. Der über das gesamte Erwachsenenleben stabile Schlaf­-Wach-­Rhythmus (tagsüber wach sein, nachts schlafen) gerät durcheinander. Körperlich verursachte Störungen des Schlafes werden häufiger, beispielsweise Zuckungen der Beine oder Verengung der Luftröhre. Zudem nimmt im Schlaf der zentralnervöse Atemantrieb ab und es können Atemstillstände auftreten. Diese vermindern erheblich den Erholungswert des Schlafes und führen zu übermäßiger Schläfrigkeit am Tage („Schlaf­-Apnoe­-Syndrom“).

Schlaganfall

Ist eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn. Andere Bezeichnungen dafür sind Apoplex oder Apoplexie, Gehirnschlag, Hirninsult, apoplektischer Insult oder zerebraler Insult.

Die akute Durchblutungsstörung des Gehirns hat zur Folge, dass die Gehirnzellen zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe erhalten, wodurch sie absterben. Ausfälle von Gehirnfunktionen können die Folge sein wie zum Beispiel Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen, Sprach- Schluck- oder Sehstörungen. Bei rascher Behandlung können sie sich manchmal wieder zurückbilden, in anderen Fällen bleiben sie dauerhaft bestehen. Ein schwerer Schlaganfall kann auch tödlich enden.

Schmerzmanagement

Ziel des Schmerzmanagements ist, der Entstehung von Schmerz vorzubeugen, bestehenden Schmerz zu lindern oder auszuschalten.

Der Patient wird begleitet und nicht allein gelassen in seinem Schmerz. Er erhält dazu Unterstützung und Anleitung von Arzt, Pflegepersonal sowie weiterer Berufsgruppen (z.B. Physiotherapeut, Psychologe), deren unterschiedliche Behandlungsansätze durch das Management koordiniert werden. Dadurch wird der Patient nicht allein medikamentös optimal eingestellt, sondern in seiner gesamten Persönlichkeit betreut. Der Patient soll möglichst viel Lebensqualität be- oder erhalten. Damit dieses Ziel erreicht wird, befasst sich das Schmerzmanagement mit:

  • Definitionen des Schmerzes
  • Anatomie / Biologie
  • Schmerzarten
  • Schmerzerfassung
  • Schmerztherapie
  • Schmerzprophylaxe

Quelle: wikipedia

Sedativa

Beruhigungsmittel

Sozialhilfe (SGB XII)

FOLGT

Sturzprophylaxe

umfasst alle pflegerischen Maßnahmen zur Vorbeugung von Stürzen

Suprapubischer Blasenkatheter

Der suprapubische Blasenkatheter, kurz SBK, ist ein Blasenkatheter, der oberhalb des Schambeins durch die Bauchwand in die Harnblase eingeführt wird und so den Urin unter Umgehung der Harnröhre ableitet. 

Transparenzbericht

Bei ambulanten Pflegediensten und in stationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheimen) überprüft der MDK im Auftrag der Landesverbände der sozialen Pflegekassen, ob die Pflegeeinrichtungen die vereinbarten Qualitätsstandards einhalten. Seit dem 1. Juli 2009 bilden die Ergebnisse der MDK-Qualitätsprüfungen von Pflegeeinrichtungen die Grundlage für die Ermittlung und Veröffentlichung von Pflegenoten. Nach welchen Kriterien die Einrichtungen bewertet werden, haben der GKV-Spitzenverband, die überörtlichen Sozialhilfeträger und die kommunalen Spitzenverbände in gemeinsamen Verhandlungen mit den Verbänden der Leistungserbringer festgelegt. Die Pflegenoten bzw. die so genannten Transparenzberichte werden von den Spitzenverbänden der Krankenkassen auch im Internet veröffentlicht.

Quelle: wikipedia

Jede Einrichtung ist verpflichtet, das Ergebnis der Qualitätsprüfung gut sichtbar innerhalb seines Betriebes auszuhängen.

transurethral

durch die Harnröhre

Tremor

Zittern

Validierend

bedeutet soviel wie „wertschätzen“, „für gültig erklären“

Verordnung häuslicher Krankenpflege

Häusliche Krankenpflege (HKP) ist eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Versicherte können die HKP beanspruchen, wenn:

  • sie einer Krankenhausbehandlung bedürfen, diese aber nicht möglich ist.
  • sich mit häuslicher Krankenpflege eine stationäre Krankenhausbehandlung vermeiden oder verkürzen lässt
  • die häusliche Krankenpflege das Ziel der ärztlichen Behandlung sichern soll.

Die gesetzlichen Regelungen zur häuslichen Krankenpflege sind im § 37 SGB V zu finden. Ein Anspruch besteht allerdings nur, wenn keine andere Person den Kranken in dem erforderlichen Umfang pflegen und versorgen kann (§ 37 (3) SGB V).

Quelle: AOK

Vorsorgevollmacht

Mit einer Vorsorgevollmacht bevollmächtigt nach deutschem Recht eine Person eine andere Person, im Falle einer Notsituation alle oder bestimmte Aufgaben für den Vollmachtgeber zu erledigen. Mit der Vorsorgevollmacht wird der Bevollmächtigte zum Vertreter im Willen, d.h., er entscheidet an Stelle des nicht mehr entscheidungsfähigen Vollmachtgebers. Deshalb setzt eine Vorsorgevollmacht unbedingtes und uneingeschränktes persönliches Vertrauen zum Bevollmächtigten voraus und sollte nicht leichtfertig erteilt werden.

Für Deutschland findet sich die Rechtsgrundlage für das Handeln des Bevollmächtigten in § 164 ff. BGB, für das Verhältnis zwischen Vollmachtgeber und Bevollmächtigtem (sog. Auftrag) in § 662 ff. BGB.

Quelle: wikipedia

Sofern Sie auf der Suche nach einer alles umfassenden Vorsorgemappe sind, klicken Sie bitte auf den Titel, Sie werden dann weitergeleitet:

IGSL – Vorsorgemappe

Die Vorsorgemappe beinhaltet wichtige Dokumente zum Ausfüllen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Behandlungsvereinbarungen, Vollmacht für Rechtsgeschäfte aller Art, Gedanken zum Sterben, Hinweise und Empfehlungen zur Selbstbestimmung am Lebensende, Notfallkarte. Sehr empfehlenswert!